|
Ludwig Friedrich Wilhelm von Wittelsbach wird am 25. August 1845 als ältester Sohn des Kronprinzen Maximilian II von Bayern und der Kronprinzessin Marie auf Schloss Nymphenberg geboren. 1848 dankt sein Großvater, Ludwig I. ab, wodurch Maximilian König und sein Sohn zum Kronprinzen wird.
Ludwigs Kindheit verläuft in geordneten Bahnen - er und sein Bruder Otto erhalten eine strenge, pflichtbetonte Erziehung ohne große emotionale Anteilnahme der Eltern. Seine Mutter, Marie von Preußen, belegt schon zu dieser Zeit die Neigung des Jungen zum Theaterspiel, zur Verkleidung sowie seine starke Phantasie und Freigiebigkeit.
Somit hat es für den jungen Prinzen eine besondere Bedeutung, als er 1861 zum ersten Mal die Opern "Tannhäuser" und "Lohengrin" von Richard Wagner erlebt - sie sind einer der Grundsteine für seine Liebe zu den darin verarbeiteten Sagen und Märchen und der Freundschaft zu dem Komponisten, den er, als Ludwigs Vater 1864 stirbt und sein Sohn zu Ludwig II von Bayern proklamiert wird, als König finanziell unterstützt.
1865 muss Richard Wagner jedoch den Königshof verlassen, da er damit beginnt, sich in die Regierungsgeschäfte einzumischen.
Ludwig selber sagt später, dass er zu früh und unvorbereitet auf den Thron gekommen ist, noch bevor er die Aufgaben eines Regenten wirklich beherrschte. Er ist erst 18 Jahre alt und hat wenig Lebens- und Politikerfahrung. Trotzdem wird der junge König von seinem Volk geliebt und vor allem von den Frauen schwärmerisch bewundert.
|